Die Berichte über Leberschäden an US-Giftnotrufzentralen sind seit 2000 um fast 400 Prozent gestiegen, und Paracetamol ist eine der Hauptursachen, so eine neue Analyse. Die Studie untersuchte mehr als zwei Jahrzehnte Daten von Giftnotrufzentralen im ganzen Land. Die Ergebnisse beleuchten ein stilles Problem der öffentlichen Gesundheit, das mit einem der häufigsten Medikamente in amerikanischen Haushalten verbunden ist.
Ein starker Anstieg der Berichte an Giftnotrufzentralen
Die Analyse zählte Anrufe und Berichte über Leberschäden im Zusammenhang mit Medikamenten. Zwischen 2000 und Mitte der 2020er Jahre stieg die Zahl der Berichte stetig an und endete fast viermal höher als zu Beginn. Der Anstieg übertraf das Bevölkerungswachstum bei weitem. Forscher sagten, der Trend spiegele wider, dass mehr Menschen mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen, sowie höhere Dosen einzelner Produkte. Sie stellten fest, dass sich die Meldeverfahren im Laufe der Zeit verbessert haben, aber der Sprung ist zu groß, um ihn allein durch bessere Erfassung zu erklären.
Paracetamol im Zentrum des Trends
Paracetamol, der Wirkstoff in Tylenol und Hunderten anderer Produkte, war an einem großen Teil der Fälle beteiligt. Das Medikament ist in empfohlenen Dosen sicher, aber die Grenze zwischen sicher und schädlich ist eng. Viele Menschen wissen nicht, dass Erkältungsmittel, Schlafhilfen und verschreibungspflichtige Schmerzmittel alle Paracetamol enthalten können. Die Einnahme mehrerer an einem Tag kann die Gesamtdosis über die Sicherheitsgrenze treiben. Leberschäden zeigen möglicherweise tagelang keine Symptome, was die Gefahr leicht übersehen lässt.
Was Verbraucher tun sollten
Experten raten, die Etiketten auf das Wort Paracetamol zu prüfen und die Gesamtdosis aller Produkte zu verfolgen. Erwachsene sollten bei oder unter der auf dem Etikett angegebenen Grenze bleiben, normalerweise 3.000 bis 4.000 Milligramm pro Tag. Wer mehr als ein Medikament gleichzeitig einnimmt, sollte beide Etiketten sorgfältig lesen. Menschen mit Lebererkrankungen oder die regelmäßig Alkohol trinken, sollten vor der Einnahme des Medikaments einen Arzt fragen. Die Autoren der Studie sagten, klarere Etiketten und öffentliche Kampagnen könnten viele dieser Verletzungen verhindern.