Fossilfund schließt wichtige Lücke in der Vogelevolution
Ein Team von Paläontologen der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Bristol veröffentlichte am Mittwoch Ergebnisse, die einen neu entdeckten theropoden Dinosaurier aus dem Jura beschreiben, der ein Übergangsstadium in der Evolution der Vögel darstellt. Das auf etwa 160 Millionen Jahre datierte Fossil zeigt einen verkürzten knöchernen Schwanz mit einer pygostylartigen Struktur – dem verschmolzenen Schwanzknochen, der die Schwanzfedern moderner Vögel stützt – kombiniert mit dinosaurierartigen Vordergliedmaßen und Zähnen.
James-Webb-Teleskop entdeckt unbekanntes Molekül in Exoplaneten-Atmosphäre
Das James-Webb-Weltraumteleskop hat ein organisches Molekül identifiziert, das noch nie zuvor in der Atmosphäre eines Exoplaneten nachgewiesen wurde – auf einer Super-Erde 120 Lichtjahre entfernt im Sternbild Drache. Die Verbindung, eine Kohlenstoff-Stickstoff-Ringstruktur, entspricht keinem bekannten Molekül, das durch natürliche geologische Prozesse auf der Erde entsteht, und wirft Fragen nach möglichen biologischen Ursprüngen auf. Eine Folgespektroskopie ist für August geplant, wenn sich das Beobachtungsfenster des Teleskops wieder öffnet.
NASA schränkt Ambitionen zur Lebensentdeckung auf dem Mars ein
Laut Science News scheint die NASA von ihrem langjährigen Ziel, direkt Leben auf dem Mars nachzuweisen, Abstand zu nehmen. Das Mars Exploration Program der Agentur für 2026–2030 weist weniger als 15 Prozent der Mittel für astrobiologische Instrumente zu und bevorzugt stattdessen die geologische Probenrückführung. Ehemalige Wissenschaftler des Mars Science Laboratory kritisierten die Entscheidung mit dem Argument, dass die Viking-Missionen in den 1970er Jahren mehrdeutige Ergebnisse geliefert hätten, die neuere Instrumente endgültig klären könnten.