Wissenschaft

Hubble entdeckt einen zehnseitigen Sturm, der sich am Südpol des Saturn bildet

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Astronomen, die das Hubble-Weltraumteleskop nutzen, haben einen riesigen zehnseitigen Sturm entdeckt, der den Südpol des Saturn umkreist, ein geometrisches Gegenstück zum berühmten Sechseck, das den Norden des Planeten seit mehr als vier Jahrzehnten umgibt.

Ein Gegenstück zu einem berühmten Sechseck

Der Nordpol des Saturn beherbergt seit mindestens 1981 einen sechsseitigen Jetstream, als die NASA-Raumsonde Voyager ihn erstmals fotografierte. Dieses Sechseck ist eines der ungewöhnlichsten Wettermuster im Sonnensystem.

Jahrelang sahen Wissenschaftler am Südpol nichts Vergleichbares. Cassini, die Raumsonde, die den Saturn von 2004 bis 2017 umkreiste, zeichnete dort einen warmen Polarwirbel und einen Zyklon auf, aber keinen polygonalen Jet.

Warum es so lange dauerte, es zu entdecken

Geometrie verbarg die Antwort. Die Neigung des Saturn und seine lange Umlaufbahn um die Sonne bedeuten, dass jeder Pol für Jahre aus dem Blickfeld verschwindet. Von der Erde aus war der Südpol von etwa 2012 bis 2023 praktisch nicht zu sehen.

Mit Hubbles Programm zur Erforschung der Atmosphären äußerer Planeten setzten Astronomen Bilder zusammen, die zeigen, wie sich das Zehneck langsam formt.

Was der Fund den Wissenschaftlern sagt

Die Entdeckung, die in der Zeitschrift Science Advances veröffentlicht wurde, zeigt, dass die Atmosphäre des Saturn an beiden Polen stabile polygonale Jets bilden kann, auch wenn sich die beiden Muster in ihrer Form unterscheiden. Forscher sagen, die Untersuchung des Zehnecks könnte zeigen, wie die schnellen Winde des Planeten mit seinem tiefen Inneren interagieren.

Quelle: ESA Hubble