Studie verfolgt 48.000 Erwachsene über fünf Jahre
Forscher der University of California in San Francisco analysierten Daten von 48.000 Erwachsenen im Alter von 40 bis 79 Jahren mit diagnostiziertem Bluthochdruck. Teilnehmer, die mindestens zweimal wöchentlich ihren Blutdruck zu Hause maßen, zeigten im Studienzeitraum niedrigere Durchschnittswerte und hatten häufiger eine angemessene Anpassung ihrer Medikation. Die Ergebnisse wurden am 26. Juni in JAMA Cardiology veröffentlicht.
Mechanismen hinter dem Nutzen
Die Forscher identifizierten zwei Hauptfaktoren für die verbesserten Ergebnisse. Erstens gab die häusliche Überwachung den Patienten ein genaueres Bild ihres Blutdrucks und vermied das „Weißkittel-Syndrom“, das die Werte in der Praxis künstlich in die Höhe treibt. Zweitens hielten sich Patienten, die selbst maßen, zu 35 % eher an ihre Medikamenteneinnahme, da das tägliche Feedback die Bedeutung der Behandlung verstärkte.
Neue Leitlinien könnten die Praxis ändern
Die American Heart Association prüft die Ergebnisse und könnte ihre Leitlinien aktualisieren, um für alle Bluthochdruckpatienten eine routinemäßige häusliche Überwachung zu empfehlen. Derzeit besitzen etwa 45 % der US-Erwachsenen mit hohem Blutdruck ein Heimgerät, aber weniger als die Hälfte nutzt es regelmäßig. Die Autoren der Studie schlagen vor, dass Krankenkassen Heimgeräte großzügiger übernehmen sollten.