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Groq sammelt 350 Millionen Dollar für den Ausbau seines Neocloud-Geschäfts über eigene KI-Chips hinaus

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Groq, das Startup, das für das Design eigener KI-Inferenzchips bekannt ist, hat in einer neuen Finanzierungsrunde 350 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 3,5 Milliarden Dollar eingesammelt. Das Geld wird den Wandel des Unternehmens von einem reinen Chip-Hersteller zu einem „Neocloud"-Anbieter beschleunigen, der Rechenleistung an Entwickler und Unternehmen vermietet.

Von Chips zur Cloud

Groq hat sich einen Ruf mit kundenspezifischem Silizium namens LPUs (Language Processing Units) aufgebaut, die KI-Workloads schneller und kostengünstiger ausführen sollen als Allzweck-Chips. Das Unternehmen wollte Nvidia bei der Inferenz herausfordern, also der Rechenleistung, die zum Ausführen trainierter KI-Modelle in Echtzeit benötigt wird.

Doch nachdem wichtige Mitglieder des Chip-Teams das Unternehmen verlassen hatten, änderte Groq seinen Kurs. Statt sich nur auf eigene Hardware zu verlassen, betreibt es nun Rechenzentren, die Nvidia-GPUs mit eigener Technologie kombinieren. Die neue Finanzierung unterstützt „diejenigen, die mittlere und größere Cluster von Nvidia-beschleunigtem Computing für Training und Inferenz nutzen möchten", so das Unternehmen.

Eine wachsende Präsenz

Groq betreibt bereits 13 Rechenzentren in Nordamerika, Europa, dem Nahen Osten und im asiatisch-pazifischen Raum und bedient mehr als 6 Millionen Entwickler, Unternehmen und KI-native Firmen. Das Unternehmen plant, seine Stromkapazität von 54 Megawatt auf über 200 Megawatt bis 2027 zu skalieren. Im Juni sammelte es 650 Millionen Dollar ein, um die Wende einzuleiten; Nvidia gehört zu den Investoren der neuen Finanzierung.

Das Neocloud-Modell hat großes Interesse geweckt, da die Nachfrage nach KI-Rechenleistung das Angebot übersteigt. Startups in diesem Bereich kaufen GPUs in großen Mengen und verkaufen den Zugang stundenweise weiter, als Alternative zu den großen Public Clouds.

Was das Geld bedeutet

Für Groq ist die Kapitalerhöhung eine Wette darauf, dass der Markt Wahlmöglichkeiten bei der Ausführung von KI-Modellen will. Das Unternehmen behält seine Inferenzchips im Angebot, ist aber nicht mehr allein davon abhängig. Das zusätzliche Kapital gibt ihm Raum, die Kapazität zu erweitern, während Wettbewerber Milliarden in dasselbe Rennen stecken. Mit dem Wachstum der KI-Workloads wächst auch die Nachfrage nach schneller, flexibler Rechenleistung, und Groq positioniert sich auf beiden Seiten dieses Marktes.

Quelle: TechCrunch