Ein auffälliges Muster
Der Rover Curiosity der NASA hat auf dem Mars das größte Feld von polygonförmigen Bodenbrüchen gefunden, das er je gesehen hat. Die Entdeckung gelang in einem Tal namens Valle Grande, an den unteren Hängen des Mount Sharp im Gale-Krater.
Die Brüche bilden eine wabenartige Struktur aus Rissen im Boden. Ähnliche Muster entstehen auf der Erde, wenn nasser Schlamm austrocknet und schrumpft. Wissenschaftler sagen, die Formen können auch durch wiederholtes Gefrieren und Auftauen des Bodens entstehen.
Hinweise auf einen feuchteren Mars
Polygonbrüche sind ein starkes Indiz dafür, dass Wasser einst diesen Teil des Mars geformt hat. Die Muster deuten darauf hin, dass der Boden vor langer Zeit nass war und dann unter einem sich ändernden Klima austrocknete.
Curiosity verbringt Jahre damit, den Mount Sharp zu erklimmen. Auf dem Weg hat es Beweise für uralte Seen, Bäche und wechselnde Umweltbedingungen gefunden. Die neue Stätte fügt dieser Geschichte ein weiteres Kapitel hinzu.
Das Team sagt, die Größe der Polygone sei ungewöhnlich. Einige der Risse sind groß genug, um deutlich aus der Umlaufbahn gesehen zu werden. Das macht die Stätte zu einem nützlichen Ziel, um Rover-Daten mit Bildern von Marsorbitern zu vergleichen.
Was als Nächstes kommt
Das Rover-Team plant, die Polygone in den kommenden Wochen im Detail zu untersuchen. Curiosity wird Nahaufnahmen machen und seine Instrumente nutzen, um die Chemie des rissigen Bodens zu messen.
„Genau diese Art von Gelände haben wir uns erhofft zu finden", sagte ein Missionswissenschaftler. Die Daten könnten Forschern helfen zu verstehen, wie lange flüssiges Wasser auf dem Mars existierte und wann der Planet kalt und trocken wurde.
Curiosity landete 2012 im Gale-Krater. Es war für eine zweijährige Mission ausgelegt, ist aber mehr als ein Jahrzehnt später immer noch in Betrieb. Seine Erkenntnisse prägen weiterhin das Bild der Wissenschaftler von der frühen Geschichte des Mars.