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Das „Kleinhirn" könnte dem alternden Geist einen großen Schub geben – Studie

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Rolle des Kleinhirns für Kognition neu bewertet

Forscher der Harvard Medical School analysierten Gehirnscans von 380 Erwachsenen im Alter von 60 bis 95 Jahren. Probanden mit stärkerer Konnektivität zwischen Kleinhirn und präfrontalem Kortex zeigten messbar bessere kognitive Leistungen. Das Kleinhirn steigerte seine Aktivität als Reaktion auf kognitive Aufgaben, was auf einen Kompensationsmechanismus hindeutet. Die Studie kontrollierte Gehirngröße, Bildungsgrad und Herz-Kreislauf-Gesundheit.

Implikationen für Demenzprävention

Die Ergebnisse passen zu wachsender Forschung, die dem Kleinhirn, das über die Hälfte der Neuronen des Gehirns enthält, eine größere Rolle bei der Kognition zuschreibt. Frühere Modelle des Alterns konzentrierten sich auf Kortex und Hippocampus. Die dichte neuronale Struktur des Kleinhirns könnte Resilienzpfade bieten, die durch körperliche Übungen – insbesondere Gleichgewicht und Koordination – gestärkt werden können.

Nächste Schritte für klinische Forschung

Das Team plant eine Langzeitstudie über zehn Jahre, um zu untersuchen, ob gezieltes motorisches Training den kognitiven Abbau verlangsamen kann. Einfache Interventionen wie Gleichgewichtsübungen oder Koordinationsspiele könnten sowohl motorische Fähigkeiten als auch geistige Schärfe erhalten. Eine klinische Studie soll noch dieses Jahr beginnen.

Source: daily8news