Gesundheit

CDC warnt vor steigenden Tollwut-Expositionen und Behandlungsfehlern

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Die Centers for Disease Control and Prevention haben Ärzte und Kliniken gewarnt, dass die gemeldeten Expositionen von Menschen gegenüber tollwütigen oder möglicherweise tollwütigen Tieren in diesem Sommer gestiegen sind und einige Patienten die falsche Nachsorge erhielten.

In einer Warnung teilte die Behörde mit, Tollwut-Anfragen seien im Juli und August um 17 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 gestiegen. Mindestens acht staatliche Gesundheitsbehörden meldeten eine stärkere Nutzung der Postexpositionsprophylaxe (PEP) sowie Verfahrensfehler.

Impfstoff- und Antikörperverwendung stark gestiegen

Überwachungszahlen bis zum 2. September zeigen einen Anstieg der Nutzung zugelassener Tollwutimpfstoffe um etwa 33 Prozent, während die Anwendungen von humanem Tollwut-Immunglobulin um 76 Prozent zunahmen. Die CDC verwies auf mehrere hochkarätige Ausbrüche und Massenexpositionsereignisse.

Ein Fall in North Carolina erregte große Aufmerksamkeit: Mehr als 260 Menschen wurden aufgefordert, sich behandeln zu lassen, nachdem sie Kontakt mit tollwütigen Ziegenbabys in einem Wander-Streichelzoo hatten.

Wer behandelt werden muss

Etwa 100.000 Amerikaner erhalten jährlich PEP nach Tierbegegnungen, bei über sechs Millionen gemeldeten Bissen. Weniger als zehn Todesfälle werden jährlich in den USA registriert. Wildsäugetiere machen etwa 90 Prozent der gemeldeten Tollwutfälle bei Tieren aus.

Was medizinische Fachkräfte tun sollen

Die CDC bat Kliniker, nach jedem Biss, Kratzer oder Speichelkontakt sorgfältige Tollwut-Risikobewertungen durchzuführen und evidenzbasierte Empfehlungen bei der PEP-Gabe zu befolgen. Wundreinigung und rechtzeitige Dosen seien entscheidend.

Gebissene Personen sollten die Wunde mit Seife und Wasser waschen und schnell einen Arzt kontaktieren. Tollwut ist nach Symptombeginn fast immer tödlich.

Quelle: CDC / The Hill