Gesundheit

Krebsimpfstoff von Merck und Moderna zeigt vielversprechende Ergebnisse bei der Verhinderung von Melanom-Rückfällen

16 Ansichten

Was die Studie ergab

Merck und Moderna präsentierten neue Daten, die zeigen, dass ihr personalisierter Krebsimpfstoff die Wahrscheinlichkeit eines Melanom-Rückfalls verringerte. Die Studie umfasste Patienten, die sich einer Operation zur Entfernung ihrer Tumore unterzogen hatten. Die Hälfte erhielt den Impfstoff plus ein Immuntherapeutikum namens Keytruda; die andere Hälfte erhielt nur Keytruda. Im Nachbeobachtungszeitraum sahen weniger Patienten in der Impfstoffgruppe einen Rückfall ihrer Krebserkrankung. Die Unternehmen nannten die Ergebnisse ermutigend und sagten, die vollständigen Daten würden auf einer medizinischen Konferenz geteilt. Die Daten decken einen Nachbeobachtungszeitraum von mehr als zwei Jahren ab, und der Nutzen zeigte sich früh und blieb über Patientengruppen hinweg bestehen. Nebenwirkungen waren meist mild, einschließlich Müdigkeit und Reaktionen an der Injektionsstelle, und ähnelten denen früherer Studien.

Wie der Impfstoff funktioniert

Der Impfstoff wird für jeden Patienten individuell hergestellt. Nach der Operation sequenzieren Wissenschaftler den Tumor und identifizieren Mutationen, die für den Krebs einzigartig sind. Diese Mutationen werden verwendet, um einen Impfstoff zu bauen, der das Immunsystem trainiert, Zellen zu erkennen und zu zerstören, die sie tragen. Es ist ein personalisierter Ansatz, der die körpereigenen Abwehrkräfte gegen die Krankheit richtet und darauf ausgelegt ist, mit der Standard-Immuntherapie kombiniert zu werden. Jede Dosis wird innerhalb von Wochen nach der Operation hergestellt, und der Prozess wurde verfeinert, sodass er auf Tausende von Patienten skaliert werden kann.

Was als Nächstes kommt

Melanom ist eine der tödlichsten Hautkrebsarten, und ein Rückfall ist eine große Angst für Patienten. Wenn der Impfstoff zugelassen wird, würde er sich einer wachsenden Toolbox von Immuntherapien anschließen. Die Unternehmen testen die gleiche Plattform bereits gegen Lungen-, Bauchspeicheldrüsen- und andere Krebsarten. Forscher warnen, dass Zwischenergebnisse keinen Erfolg in größeren Studien garantieren, aber die Richtung ist klar: Impfstoffe könnten bald ein Standardbestandteil der Krebsbehandlung werden. Die Regulierungsbehörden werden die Daten prüfen, und eine Bestätigungsstudie ist bereits geplant. Wenn zugelassen, würde der Impfstoff zusätzlich zur Standardbehandlung angeboten, nicht als Ersatz.

Quelle: NBC News